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Hamburgs Medienbildung und die Corona-Krise: Olivia Förster (Blickwechsel)

Wie viele Projekte müssen bis Ende Juni bei Euch ausfallen oder verschoben werden, wie viele Menschen, die daran hätten teilnehmen können, sind davon betroffen und wie viele Honorarkräfte oder Angestellte bekommen dadurch keinen Auftrag? 

16 Projekt- und Fortbildungstage fallen aus (nur bei mir persönlich), ca. 160 Teilnehmende

Was sind die zentralen Schwierigkeiten in der derzeitigen Projektplanung?

Man weiß nicht, wann es wieder weiter geht.

Welche speziellen Probleme aber auch Chancen ergeben sich für Deine/Eure Einrichtung/Arbeit?

Fortbildungsveranstaltungen für Pädagog/innen und Workshops mit Jugendlichen fallen aus. Erstmal fließt kein Geld. Eventuell gibt es Ausfallhonorare - aber wann? Oft gibt es in diesem Jahr keine Ersatztermine.

Chance ist dass man (endlich mal) Zeit hat um Anträge zu schreiben und zu überdenken wie es bisher lief, also mal aus dem Hamsterrad auszusteigen und zu reflektieren, planen, träumen.

Gibt es Wünsche, die Du an Politik und Verwaltung hast?

Gelder, die von Institutionen der Stadt für Medienbildung eingeplant waren, sollten ausgezahlt werden, da sie in diesem Jahr sowieso nicht mehr neu verplant werden können, nehme ich an. Und im nächsten Jahr können wir ja nicht doppelt so viel arbeiten.

Außerdem - endlich ein städtisches Medienzentrum einrichten und Medienpädagog/innen anstellen. Ziel: Prekarität von Bildungsarbeiter/innen überwinden.

Warum ist Medienbildung gerade jetzt besonders wichtig?

Im Zuge der Corona-Krise wird vermehrt von Schüler/innen erwartet, zu Hause selbstständig zu lernen und dies oft mit Hilfe von digitalen Medien. Diese werden somit nicht mehr schwerpunktmäßig im Freizeitbereich genutzt sondern nun auch für schulische Angelegenheiten. Den Eltern geht es im Home Office ähnlich. Umso wichtiger ist es deshalb, weiterhin ein gesundes Nutzungsmaß zu halten und zu reflektieren, welche Wechselwirkungen entstehen können, um einen verantwortungsvollen Umgang zu erlernen.

Was sind Deine Hoffnungen für die „Zeit danach“? Kann es genauso weitergehen?

Mehr Anerkennung im Sinne von Sicherheit für Tätige im Bildungsbereich.

Dein Satz, um Mut zu machen!

Medienbildung - jetzt erst recht!

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