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Student der HAW Hamburg gewinnt Deutschen Computerspielpreis 2018

In der Kategorie Nachwuchspreis (mit Prototyp) wurde der Masterstudent Marc Fleps für sein Spiel „Fading Skies“ mit dem 1. Preis (35.000 Euro) ausgezeichnet.

Der 29-Jährige studiert seit März 2016 im Teilstudiengang Games Master der HAW Hamburg auf dem Kunst- und Mediencampus Hamburg. Der Deutsche Computerspielpreis (DCP) ist der wichtigste Förderpreis für Computerspiele „made in Germany“ und wurde in diesem Jahr zum zehnten Mal verliehen. Träger des Preises sind die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundes-ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), und der game-Verband der deutschen Games-Branche.

In „Fading Skies“ ist die Welt zu Beginn des Spiels dem Untergang geweiht und eine Heldin muss sie retten. In dieser Hinsicht hat sich der Entwickler Marc Fleps an den fast traditionellen Ausgangspunkt eines Computerspiels gehalten. In anderer Hinsicht grenzt er sich deutlich ab: keine graue Fotorealität, sondern eine extrem bunte, farbenfrohe Welt eröffnet sich dem Spieler. Keine Hundertschaft an Charakteren, sondern wenige Figuren, deren Persönlichkeiten sich im Laufe des Spiels entwickeln und im Vordergrund stehen. Die Charaktere bewegen sich außerdem in drei verschiedenen Zeitabschnitten und auf drei unterschiedlichen Spielschauplätzen, die narrativ miteinander verbunden sind durchs Flashbacks oder vereinzelte Blicke in die Zukunft.

„Ich habe mich darauf konzentriert, die Geschichte mit dem Gameplay intensiv zu verweben. Mich interessiert das Narrative an einem Computerspiel. Es macht für mich den besonderen Reiz aus“, sagt der Masterstudent. Auch über den Namen hat Marc Fleps lange nachgedacht: „Fading Skies“ erzählt von dem Verlust einer liebgewonnenen Sache und einem gleichzeitigen Gewinn: „Es verändert sich etwas grundlegend, das dir sehr am Herzen lag, und es eröffnet sich zugleich eine interessante und schöne Welt.“ Entwickelt hat Fleps einen 3D-Action-Adventure-Platformer mit interaktivem Storytelling und immersivem Design. Die Idee für das Spiel hatte er schon während seines Bachelor-Studiengangs „Games und Animation“ in Berlin, nach dessen Abschluss er zunächst einige Jahre in der Videospielbranche arbeitete. Im März 2016 nahm er sein Masterstudium an der HAW Hamburg auf und begann dort seine Idee für ein eigenes Spiel umzusetzen.

„Wir freuen uns mit unserem Studenten, der die Jury mit seinem epischen Adventure „Fading Skies“ überzeugen konnte“, sagt Ralf Hebecker, Professor für Gamesdesign und -produktion. „Wir setzen im Games-Master-Studiengang eigentlich sehr auf interdisziplinäre Gruppenarbeit. Die Leistung von Marc ist umso beeindruckender, weil er fast alle Disziplinen selbst übernommen hat. Entstanden ist ein bezauberndes Spiel, dessen Erscheinen wir kaum erwarten können.“

Auch der Preis für das Beste Deutsche Spiel geht nach Hamburg: "Witch It" von Barrel Roll Games. Der Preis ist dortiert mit 110.000 Euro + 60.000 Euro Medialeistungen.  Das Spiel wurde auch in der Kategorie Bestes Jugendspiel ausgezeichnet (dotiert mit 75.000 Euro + 40.000 Euro Medialeistungen) und als Bestes Internationales Multiplayer-Spiel. Die vier Entwickler aus Hamburg haben eineinhalb Jahre an dem Spiel gearbeitet.

Mehr dazu: https://deutscher-computerspielpreis.de/presse/deutscher-computerspielpreis-2018-das-sind-die-besten-deutschen-computerspiele