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TV- und Radio-Magazin: Journalistische Projektwerkstatt von Studierenden der Uni Hamburg

Im Rahmen einer journalistischen Projektwerkstatt haben Journalistik-Studierende der Universität Hamburg das TV- und Radio-Magazin „Grünschnäbel – Nachhaltiges für Hamburg“ produziert. Geleitet wurde das Projekt von Prof. Dr. Volker Lilienthal, unterstützt durch TIDE.  Am 28. Februar  2018 wird die Fernsehsenung um 20:45 Uhr bei TIDE ausgestrahlt und ist auch bei YouTube zu sehen. Das Mediennetz Hamburg hat mit Studierenden über das Projekt gesprochen.

Foto: Jan Pries

Stellt euch doch einmal kurz vor, wer seid ihr und was macht ihr?

Wir studieren im Master Journalistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Hamburg. Im dritten Semester haben wir, 19 Studierende, zusammen mit Prof. Dr. Volker Lilienthal und dem Team von Tide eine Fernseh- und Radiosendung zum Thema Nachhaltigkeit produziert. Wir gaben uns den Namen Grünschnäbel, jung, aber an einem bewussten, zukunftsfähigen Lebensstil interessiert.

Wie seid ihr auf das Thema der Projektwerkstatt gekommen – und was war euch dabei wichtig?

Zuerst haben wir in Kleingruppen verschiedene Themen gepicht. Schnell hat sich aber herausgestellt, dass sich das Thema Nachhaltigkeit am besten umsetzen lässt. Ob im ökonomischen, ökologischen oder sozialen Bereich – da findet jeder eine Nische, die sie/ihn interessiert. Das war uns sehr wichtig, weil es natürlich ein zeitintensives Projekt war, an dem jeder Spaß haben sollte. Dazu kommt, dass es in Hamburg sehr viele Projekte und gute Ansätze für nachhaltige Entwicklungen gibt. So konnten wir sofort anfangen, Themen zu sammeln und hatten sogar mehr Ideen wie wir letztlich verwirklichen konnten.

Wie genau habt ihr die Projektwerkstatt über das Semester organisiert, wie weit war das „angeleitet“, wo habt ihr selbstständig gearbeitet?

Dem ganzen einen Rahmen gegeben, hat Prof. Dr. Volker Lilienthal. Jeden Dienstag war zwei Stunden eine „Redaktionssitzung“, in der Prof. Dr. Volker Lilienthal mit uns ein Konzept ausgearbeitet und Feedback zu den einzelnen Beiträgen, von der Idee bis zum Schnitt und der Vertonung, gegeben hat. Die anschließende Übung wurde von unseren CVDs geleitet. Wer welche Funktion übernimmt, hat sich danach entschieden, wer was mitgebracht hat. Torben Steenbuck und Jessica Szczakiel waren unsere CVDs-TV und Jan Pries war CVD-Audio. Jan Pries hat auch die Einweisung in die Technik übernommen. Für die Moderation haben wir ein kleines Casting gemacht und abstimmt, wer sich dafür am besten eignet. Die Wahl ist dann auf Laura Bähr und Torben Steenbuck fürs Fernsehen und Leonie Scheuble und Martin Wittler fürs Radio gefallen. Luisa Drees und Carolin Kampschulte haben ein Logo entwickelt und alle waren an verschiedenen Beiträgen vor und hinter der Kamera beteiligt. Wir konnten alle auf unterschiedliche Vorerfahrungen bauen. Vor allem beim Drehen und im Schnitt haben wir viel gelernt.

Was habt ihr aus der Arbeit mitgenommen?

Von Anfang bis Ende eine Fernsehsendung zu produzieren, war eine tolle Erfahrung, die sehr arbeitsintensiv war. Denn neben der Projektwerkstatt gab es im Semester noch andere Seminare. Gerade die, die noch nie gedreht haben, haben viel mitgenommen. Kamera, Schnitt, Audio – das haben wir jetzt alles schon mal gemacht und können da jetzt weiter ansetzen.

Beschreibt doch mal die Zusammenarbeit mit TIDE.

TIDE hat uns während der gesamten Produktion beratend unterstützt, hat uns aber auch viel machen lassen. Am Anfang der Projektwerkstatt sind wir zu Tide gefahren, wurden durch die Produktionsräume geführt und haben darüber geredet, was technisch und produktionell möglich ist. Vom Thema Nachhaltigkeit war auch das TIDE-Team gleich begeistert. Die einzelnen Schritte in der Konzeptionalisierung, zum Beispiel die Sendeuhr oder der Moderationsplan, wurden dann mit Tide abgestimmt. Am Produktionstag für die Moderation hat Tide die Aufnahme übernommen und uns in der Regie und Postproduktion unterstützt. Aber auch im Vorfeld ist kaum eine Woche vergangen, in der wir die TIDE-Leute nicht mit Mails zugeschüttet haben. Da bekamen wir dann immer hilfreiche Antworten.

Das Tolle an einem Communitysender wie Tide ist, dass sie Studenten und jedem, der Lust darauf hat, die Möglichkeit geben sich auszuprobieren. Da kann man wirklich frei Fernsehen machen. Wo kann man das denn sonst?

Stichwort Medienkompetenz: Welchen Stellenwert hat die Medienkompetenz in diesem Projekt? Wo habt ihr euch da besonders weitergebildet?

Einen sehr großen. Einige hatten vor der Projektwerkstatt schon Fernseh- oder Radioerfahrung, andere kommen aus dem Print/Online-Bereich. Jetzt sagen zu können, dass man schon selbst gedreht, geschnitten und vertont hat, ist auch in Hinblick auf ein Volontariat, das die meisten von uns nach dem Master anstreben, super.

An welchen Medienprojekten habt ihr vor dem Studium teilgenommen und wie hat euch das in Sachen Medienbildung weitergebracht – oder euren Berufswunsch verstärkt? 

Das ist ganz unterschiedlich. Wir haben alle verschiedene redaktionelle Praktika absolviert. Manche von uns haben auch eigene Blogs oder Podcasts. Und viele haben bereits ihren Bachelor in einem Medienstudiengang absolviert. Je mehr man da macht, desto sicherer ist man sich auch, dass man im Journalismus richtig ist.

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg mit weiteren Projekten!

Interview: Sophia Kleiner

Sendetermin der TV-Sendung:

Mittwoch, 28. Februar 2018 um 20.45 Uhr bei TIDE

Wiederholung am Sonntag, 4. März um 22 Uhr

YouTube: https://www.youtube.com/user/TIDETVhamburg/featured

Der Sendetermin des  Radiobeitrags wird noch bekannt gegeben.