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Filmstill

Hamburger Filmschaffende beim internationalen Film Festival up and coming: Elbstation Akademie

Vom 23. bis 26. November 2017 findet das 14. Internationale Film Festival Hannover statt. Insgesamt werden 167 Filme aus 38 Ländern gezeigt. Mit dabei sind auch Filmschaffende aus Hamburg. Das Mediennetz Hamburg hat mit einigen von ihnen gesprochen – über das Filmemachen, Filmfestivals und ihren Weg.

Stellt euch doch mal kurz vor, wer seid ihr und was macht ihr?

Kevin: Ich heiße Kevin und bin 18 Jahre alt. Derzeit mache ich eine Ausbildung zum Mechatroniker für Kältetechnik.

Ljuba: Und ich bin Ljuba und komme aus Hamburg. Ich gehe momentan noch zur Schule und mache im Frühjahr mein Abitur. Außerhalb der Schule treibe ich viel Sport und bin in den letzten Jahren zur Elbstation Akademie gegangen. Dort habe ich dann auch Filme gemacht.

Mit welchem Film seid ihr beim up and coming dabei und worum geht´s?

Kevin: Unser Film heißt GALATEA und es geht um zwischenmenschliche Schwierigkeiten und um künstliche Intelligenz.

Ljuba: Es geht um einen Hacker, der latente soziale Berührungsängste hat.

Erzählt uns etwas über den Hintergrund des Films.

Ljuba: Wir haben den Film in der Elbstation Akademie gemacht. Dort war ich im letzten Jahr mit Marc, dem Projektleiter, und Kevin in der Filmgruppe. 

Kevin: Wir treffen uns einmal in der Woche und wir sind beide schon länger dabei. Marc, unser Projektleiter, unterstützt uns. In der Elbstation gibt es die nötige Technik für die Umsetzung von Filmideen. 

Ljuba: Die Idee zum Film entstand eigentlich aus so einer Art Brainstorming. Wir hatten am Anfang nur ein paar Bilder im Kopf und daraus hat sich dann irgendwie die Geschichte entwickelt.

Kevin: Zuerst wollten wir unbedingt einen spannenden Thriller drehen und jemand hat eine Serie über Computerhacker gesehen und so kam eines zum anderen.

Ljuba: Unsere größte Herausforderung war, die geeigneten Drehorte zu finden, weil wir wollten, dass dieser Film einen modernen Look bekommt. 

Wie wichtig ist es für euch, euren Film beim auch vor Publikum vorzustellen?

Kevin: Ich war schon mehrmals bei diesem und anderen Festivals dabei. Das ist jedes Mal aufregend und total cool. Es ist schon eine Ehre, dass dein selbstgedrehter Film auf so einem großen Festival läuft! Außerdem freue ich mich immer, all die anderen Filme zu sehen. Den ganzen Tag Kino! Was gibt es Schöneres?

Ljuba: Ich finde es schön zu wissen, dass anderen Leuten unser Film gefällt und dass das, was man tut, bemerkt wird und Anerkennung findet. Daher freue ich mich jedes Mal sehr, wenn wir auf Filmfestivals eingeladen werden.

Uns interessiert, woran ihr im Bereich der Medien-/Filmförderung bereits teilgenommen habt.

Kevin: Ich kam vor 5 Jahren über meine Schule zur Elbstation Akademie. In der Elbstation gib es drei Bereiche: Radio, Theater und Film. Ich hatte schon immer Lust, Filme zu machen. Dort hatte ich dann die Möglichkeit, das zu lernen. Es gibt dort Kameras, Computer und mittlerweile auch einen Greenscreen-Raum. Unser Projektleiter Marc hat selber Film studiert und bringt uns eine Menge bei! Wir haben von ihm viel über die Grundlagen des Filmemachens erfahren, über Einstellungsgrößen, Dramaturgie, filmische Auflösung von Szenen, Beleuchtung, Filmschnitt usw. Marc berät uns, wenn wir mal nicht weiterwissen.

Ljuba: Ich bin auch in der Elbstation Akademie zum Filmen gekommen. In der Elbstation treffen sich Jugendliche aus unterschiedlichen Schulen aus Altona. Wir sind sozusagen eine Elbstation-Klasse, die etwas über Radio, Theater und Film lernt. Jeder geht in den Bereich, der ihm am besten gefällt. Die fertigen Projekte werden dann im Theater präsentiert oder halt zu Festivals geschickt. Das Tolle ist, dass man da super unterstützt wird, egal welche Idee man hat.

Wie geht's bei euch weiter, plant ihr gerade weitere Filmprojekte, wollt ihr euch weiter professionalisieren im Film-Bereich?

Ljuba: Eigentlich nicht. Dieses Projekt war so ein bisschen das Abschiedsprojekt für mich und Kevin. Er macht jetzt seine Ausbildung weiter und ich möchte mich auf das Abitur konzentrieren. Außerdem ist jetzt schon wieder eine neu zusammengewürfelte Filmgruppe am Start, da schau ich mir aber bestimmt an, was sie im nächsten Jahr präsentieren.

Kevin: Ich plane derzeit eigentlich keine weiteren Projekte, da meine Ausbildung nun in die heiße Phase geht. Deswegen bin ich auch gerade nicht mehr in der Elbstation Akademie. Aber falls meine Hilfe benötigt wird, spring ich gerne wieder ein.

Vielen Dank für das Interview!