Für die #UseTheNews-Studie befragten Dr. Leonie Alatassi, Dr. Sascha Hölig und Philipp Kessling vom Hamburger Leibniz-Institut für Medienforschung im Frühjahr 2025 31 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 24 Jahren. Zusätzlich wurden auch ihre Interaktionspraktiken untersucht und (von ihnen freigegebenen) TikTok-Daten abgerufen und analysiert.
Die Forschenden kommen zu dem Schluss, dass junge Menschen sich wohl über das Vorhandensein eines algorithmischen Empfehlungssystems bewusst sind, allerdings nicht über das Ausmaß der Sammlung ihrer persönlichen Daten durch TikTok. Sie können die damit verbundenen Risiken kaum einschätzen und haben bezüglich des Datenschutzes nur geringe Bedenken.
Grundsätzlich stehen die Teilnehmenden der Personalisierung ihrer "For you"- Seite positiv gegenüber, weil sie Inhalte angezeigt bekommen, die sie interessieren, inspirieren oder ihren Humor treffen. Dadurch entsteht das Gefühlt, der Algothmus komme ihnen selbst zugute. Werden ihnen jedoch Videos ausgespielt, mit denen sie nicht zufrieden sind, weil sie nicht ihren Interessen ensprechen, sie als beunruhigend oder nicht relevant empfinden, werden negative Emotionen hervorgerufen, wie der Machtlosigkeit und des Kontrollverlustes. In diesen Situationen greifen einige Teilnehmende aktiv ein - beispielsweise durch Markierung entsprechender Videos oder geringere Nutzung bis hin zur Deinstalltation der App. Dabei gibt es altersbezogene Unterschiede zum Wissen über Einflussmöglichkeiten.
Die Studie ist zum Download verfügbar.