Social Media aus Sicht von Jugendlichen
Repräsentative Studie aus April 2026 von UNICEF Deutschland

In der Diskussion über soziale Medien und Jugendliche stehen häufig Forderungen nach Verboten im Vordergrund. Eine repräsentative Befragung von UNICEF Deutschland von mehr als 1.000 Jugendlichen im Alter von 14 bis 16 Jahren zeigt jedoch ein differenziertes Bild:
Die Befragten sind sich sowohl der Chancen als auch der Risiken sozialer Medien bewusst. Verbote für ihre Altersgruppe werden mehrheitlich abgelehnt. Stattdessen wünschen sich die Jugendlichen stärkere Schutzmaßnahmen und mehr Verantwortung seitens der Plattformen.

Auf Grundlage der Studienergebnisse empfiehlt UNICEF folgende fünf Punkte (S. 12):

  • Jugendliche beteiligen: Perspektiven und Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen stärker in Entscheidungen und Regulierungen einbeziehen.
  • Medienbildung- und Kompetenz stärken: Medienbildung verbindlich in Bildungseinrichtungen verankern und Fachkräfte gezielt qualifizieren.
  • Plattformen in die Pflicht nehmen: Kinderschutz und Datenschutz bereits bei der Entwicklung digitaler Angebote berücksichtigen.
  • Schutzmaßnahmen ausbauen: Altersgrenzen durch technische Schutzfunktionen und einfache Meldewege ergänzen.
  • Prävention stärken und verlässliche Unterstützungsstrukturen ausbauen: Verlässliche Hilfs- und Beratungsstrukturen bei Online-Risiken weiter ausbauen und vernetzen.

Alle Ergebnisse stehen zum Download auf der UNICEF-Seite zur Verfügung.

Die Studie wurde vom SINUS-Institut durchgeführt. Die Befragung fand im Zeitraum vom 02. April bis 14. April 2026 statt.

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