Kinder Medien Monitor 2026
Studie zur kindlichen Mediennutzung im Spannungsfeld zwischen Reglementierung und Souveränität

Der KINDER MEDIEN MONITOR ist eine jährliche Reichweitenstudie, die von Egmont Ehapa Media, RTL Deutschland und dem PANINI Verlag herausgegeben wird. Nach eigenen Angaben repräsentieren die Ergebnisse 8 Millionen Kinder in Deutschland im Alter von 4 bis 13 Jahren. Für die 4-5jährigen KIndern wurden die Erziehungsberechtigten befragt, bei den älteren Kinder wurden Doppelinterviews der Kinder zusammen mit einem/r Erziehungsberechtigten durchgeführt.

wesentliche Erkenntnisse der Studie:

  • Freizeitbeschäftigungen: wichtigste Aktivität ist Musik hören (81%), vor Fernsehen (68%), Streaming (65%) und Youtube-Nutzung (62%). Bücher lesen, Gaming und Sport sind in etwa gleich beliebte Freizeitbeschäftigungen (ca. 58%). TikTok, Instagram oder Snapchat werden von ca. 27% der Kinder und Jugendlichen genutzt.
  • Vielseitiger medialer Freizeitalltag: Mindestens mehrmals pro Woche schauen 92 Prozent Sendungen, Serien oder Videos – im Fernsehen, per Streaming oder auf YouTube. 90 Prozent hören Musik, Radio, Hörspiele, Hörbücher oder Podcasts, 65 Prozent lesen Bücher, Zeitschriften, Comics oder Mangas, und 58 Prozent spielen an Konsole, Handy, Tablet oder PC. Kein Medium ersetzt ein anderes, sondern neue Kanäle werden erschlossen und je nach Situation ausgewählt.
  • App-Nutzung verschiebt sich mit dem Alter von kindlichen Video- und Angebotswelten zu Kommunikation,SocialMedia (ab 10 Jahren relevanter Bestandteil), Gaming, Musik und KI
  • Künstliche Intelligenz (hier: ChatGPT) wird kaum im Unterricht eingesetzt, erhält aber immer mehr Bedeutung in der Freizeit oder für Hausaufgaben zuhause. Den Einsatz von KI zur Hilfe oder zur Inspiration finden sie sinnvoll, allerdings lehnt ein Großteil der Kinder die heimliche Nutzung von KI bei Hausaufgaben oder Prüfungen ab. Während die älteren Kinder KI eher schlau und hilfreich sehen, empfinden sie jüngere Kinder als verwirrend und gruselig.
  • Handy-Nutzung ist in der Schule kaum erlaubt. Während 31% der 6-9 Jährigen noch kein eigenes Handy besitzen, geben 50% an, dass es auch nicht erlaubt sei, ein Handy mit in die Schule zu bringen. Bei den älteren Kindern liegt die Handy-Ausstattung bei 97%, aber auch sie geben zunehmend strengere Regeln zur Handynutzung in der Schule an: So dürfen nur 3% ihr Handy im Unterricht nutzen, 28% zumindest in den Pausen. 59% der Kinder finden diese Regelung gut oder sogar sehr gut.
  • 56% der Kinder dürfen mit- und 8% selbst entscheiden, welche Apps und Internetseiten sie nutzen. Nur 30% dürfen mitentscheiden (5% selbst entscheiden), wie lange sie im Internet surfen.
Screenshot | © kinder-medien-monitor.de