Magazin / Meldungen 

Shortlist für den Deutschen Nachwuchs-Drehbuchpreis 2020

20 der von jungen Autor*innen aus dem gesamten Bundesgebiet eingereichten Drehbücher nahmen die erste Hürde; sie haben einen der Shortlist-Plätze ergattert. Die große Herausforderung bei der Auswahl sei gewesen, aus der Fülle an hervorragenden Einsendungen die Stoffe mit Potential und besonderer Qualität herauszufiltern, so die Veranstalter.

Ob auf zwei oder 468 Seiten: Für den Deutschen Nachwuchs-Drehbuchpreis 2020 sind Skripte unterschiedlichster Längen und Geschichten jeglicher Couleur eingereicht worden. Darunter sind sowohl Drehbücher für Kurzfilme als auch abendfüllende Stoffe, Serienpiloten, einzelne Folgen von Webserien sowie Animationsfilm-Skripte. Mindestens genauso vielfältig wie Form und Inhalt der Bücher sind auch Alter und Herkunft der Teilnehmenden: Die 12-jährige Schü-lerin (108-seitiges Spielfilm-Drehbuch!) hat sich ebenso beworben, wie die gerade noch 27-Jährige, jugendliche Autodidakt*innen oder Filmstudierende kurz vor ihrem Abschluss. 

Eine Vorjury legte nun eine Shortlist der besten 20 Drehbücher fest und wählt daraus fünf Nominierungen für den Deutschen Nachwuchs-Drehbuchpreis aus.

Die Shortlist des 2. Deutschen Nachwuchs-Drehbuchpreises:

„Allen Zweifeln zum Trotz“ von Laurenz Otto (*1994), ifs - internationale filmschule Köln „Am Rande der Stadt ist noch etwas Platz“ von Sofie Hirschmüller (*1993), freie Autorin, Dresden

„Anouk 60898: Unberechenbar“ von Madita Rutten (*1998) und Paul Schiefelbein (*1998), beide: Ruhrakademie Schwerte

„Das Karussell“ von Simon Maria Kubiena (*1998), Filmakademie Baden-Württemberg, Ludwigsburg

Der Tag, da ich mich empfangen werde“ von Alison Kuhn (*1995), Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf

„Die Schönheit eines leeren Raums“ von Welf Reinhart (*1995) und Tünde Sautier (*1997), HFF München

„Dry Country“ von Malte Thomsen (*1993), Schauspieler und Autor, Ahrensburg

„Ende Juli“ von Max Rechtsteiner (*1993), Filmakademie Baden-Württemberg, Ludwigsburg und Laura Winter (*1992), Ärztin, Ulm

„Feuerspiel“ von Hille Norden (*1998), Regisseurin und Drehbuchautorin, Kiel

„Für meine tapfere kleine Alex“ von Jasper Zeitz (*1993), Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf

„Hunger“ von Lotta Schwerk (*1998), freie Filmemacherin, Berlin „Kappa Omikron“ von Lukas Marz (*1993), HFF München

Kein Etwas“ von Jelena Ilic (*1993), Regisseurin, Fotografin und Studentin an der Kunsthochschule für Medien, Köln

„Keine Wahl“ von Beke Rienitz (*1997), Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf „Menschliches Versagen“ von Lukas Wesslowski (*1996), DFFB, Berlin

„Ping Pong“ von Julien Traorè (*1993), freier Autor, Berlin

„Schmutzig“ von Viviane Petrescu (*1992), DFFB, Berlin

„Story of Fear“ von Maya Duftschmid (*1994), HFF München

„Strom“ von Katharina Schenkenbühl (*1997), HFF München

Zwei mal blau“ von Leon Pietsch (*1994), Filmakademie Baden-Württemberg, Ludwigsburg

„Auffallig ist, dass sich ein wachsender Teil der jungen Autor*innen politischen und gesellschaftlichen Fragen zuwendet“, sagt Burkhard Inhülsen von up-and-comingIn ihren Skripten bezögen sie kritisch Stellung zu den großen Themen unserer Zeit: Fake News, Menschen am Rand der Gesellschaft, Wohnungsnot, Daten-Tracking, Rechte Gesinnung, Wasserknappheit oder Künstliche Intelligenz. Dieser Trend zeige sich bei den Stoffen der diesjahrigen Shortlist- Kandidat*innen, so Inhülsen weiter.

Eine dreiköpfige Jury aus professionellen Branchen-Experten*innen wird insgesamt ZWEI gleichwertige Drehbuchpreise vergeben, dotiert mit jeweils mit 2.000,- Euro sowie einer Patenschaft mit einem Drehbuchautoren / einer Drehbuchautorin. Für die Preisträger*innen stiftet der VDD (Verband Deutscher Drehbuchautoren) eine einjährige Junior-Mitgliedschaft.

Mit dem Deutschen Nachwuchs-Drehbuchpreis sollen Ideenfindung, Stoffentwicklung und Drehbuch-Schreibkompetenz als wichtige Bausteine bei der Planung eines Films in den Fokus gestellt und als kreative Leistung von jungen Filmtalenten gewürdigt werden.

Der Deutsche Nachwuchs-Drehbuchpreis ist ein weiterer und folgerichtiger Schritt für den deutschen Filmnachwuchs und seinen jungen und talentierten Autor*innen. Er ergänzt idealerweise die seit 2005 beim internationalen Film Festival up-and-coming  in Hannover vergebenen Auszeichnungen „Deutscher Nachwuchsfilmpreis“ sowie „Bundes-Schülerfilm-Preis“.

Der Drehbuchpreis gehört zum kulturellen Bundeswettbewerb „Filmfestival up-and-coming“, der maßgeblich vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird.

 Weitere Informationen finden Sie außerdem unter www.drehbuchpreis.de oder www.drehbuchfestival.de.