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Programmieren, messen, Zukunft gestalten

Ideenwettbewerb von Körber-Stiftung und senseBox: Digitale Experimentierkästen für Umweltprojekte sollen an 10 Hamburger Schulen gehen

Klimawandel und Digitalisierung – zwei gesellschaftliche Themen, die für eine politisierte Jugend selbstverständlich zusammengehören. Denn beides bedingt, wie wir in Zukunft leben werden. Und derzeit beweisen junge Menschen wöchentlich, dass sie das besser verstanden haben als viele Erwachsene. »Schule sollte aktiv die Chance ergreifen, die Auseinandersetzung mit den Themen Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Digitalisierung in den Unterrichtsalltag zu integrieren und somit entscheidende Zukunftskompetenzen zu vermitteln«, sagt Julia André, Leiterin des Bereichs Bildung der Körber-Stiftung. »Um die Vermittlung dieser Kompetenzen, die für gesellschaftliche Partizipation essenziell sind, zu stärken, starten wir gemeinsam mit den Machern der senseBox einen Ideenwettbewerb für Umweltprojekte an Hamburger Schulen«, so André weiter. Zu gewinnen gibt es zehn Klassenkisten der senseBox, einem digitalen Experimentierkasten zur Erfassung von Umweltdaten. Der am Institut für Geoinformatik der Universität Münster entwickelte Baukasten kann zunächst in einer digitalen Oberfläche programmiert werden und misst dann beispielsweise Temperatur, Feinstaub, UV-Strahlung oder Luftfeuchtigkeit.

Lehrkräfte aller Schularten können sich ab sofort bewerben, indem sie Ideen einreichen, wie Schülerinnen und Schüler in interdisziplinären Forschungsprojekten mit der senseBox arbeiten können. Dabei sollen Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen im Mittelpunkt stehen, die Projekte können fächerübergreifend im Unterricht, in Arbeitsgemeinschaften oder als Projektarbeit realisiert werden. Formlos auf maximal zwei Seiten erläuterte Projektideen können bis zum 30. August bei der Körber-Stiftung eingereicht werden. Die Gewinnerschulen werden am 16. September bekannt gegeben und die Projekte sollen im ersten Schulhalbjahr 2019/20 umgesetzt werden. Im Februar 2020 werden die Ergebnisse im Rahmen einer Abschlussveranstaltung präsentiert. Zwei Lehrkräfte jeder Gewinnerschule erhalten außerdem eine Fortbildung zur Nutzung der senseBox.

»Schülerinnen und Schüler lernen mit dem Experimentierkasten nach dem Prinzip Beobachten – Verstehen – Handeln«, erklärt Thomas Bartoschek von senseBox. »Wer beispielsweise die Feinstaubbelastung in der eigenen Straße misst, versteht viel genauer, warum es nötig ist, Maßnahmen dagegen zu ergreifen«, ergänzt Bartoschek. Projektbezogenes Lernen stärkt den Forschergeist von Schülerinnen und Schülern, gleichzeitig erhalten sie durch den Umgang mit einer simpel gestalteten Programmieroberfläche einen spielerischen Einstieg in die Arbeit mit digitalen Tools. Dadurch, dass sie die Möglichkeit haben, die erfassten Daten anschließend ins Internet zu übertragen, können sie selbst oder andere damit weiterarbeiten. So tragen die jungen Forscherinnen und Forscher im Sinne von Open Data zu einem spannenden Online-Datenschatz bei. 

Die Bewerbungsfrist endet am 30. August 2019.

Weitere Informationen zum Wettbewerb unter: www.t1p.de/senseBox-Wettbewerb