Logo Mediennetz Hamburg e.V.

Forderung nach guter Medienkompetenzförderung

Forderungen des Mediennetzes Hamburg e.V. zur Förderung von Medienkompetenz in Hamburg.

Der Begriff Medienkompetenz hat seit einiger Zeit wieder Konjunktur in der öffentlichen Debatte um Mediennutzung und Entwicklung. Nicht zuletzt wegen der Diskussionen um den Jugendmedienschutz, aber auch die Nutzung und Verbreitung von digitalen, sozialen Netzwerken wie Facebook und den damit verbundenen Fragen nach Datenschutz, wird nach Medienpädagogen und Medienkompetenz verlangt. Das Mediennetz Hamburg unterstützt die öffentlichen Forderungen und möchte zugleich auf die Notwendigkeit einer fundierten Medienkompetenzförderung hinweisen. Aus diesem Grund hat der Vorstand eine Stellungnahm und Forderungskatalog aufgestellt.

Handlungsbedarf in der Hamburger Medienbildung

Das Mediennetz Hamburg ist der Zusammenschluss von über 180 Personen und Institutionen, die für eine Fülle von Angeboten und Ansätzen der Medienbildung, Medienpädagogik, Ausbildung und Medienkompetenzförderung in Hamburg stehen. Sie realisieren in Projekten, im Unterricht und Seminaren Medienkompetenzförderung. In Hamburg wird zurzeit der in anderen Bundesländern bereits eingeführte Medienführerschein diskutiert und gefordert. Das Mediennetz Hamburg unterstützt dieses Vorhaben, sofern es dabei um die Ausgestaltung eines breiten Wissens rund um Mediennutzung, -aneignung und –gestaltung geht. Die Mitglieder des Mediennetzes stehen bereit, ihr Wissen in die Umsetzung eines solchen Programms einfließen zu lassen. Wichtig sind dem Mediennetz Hamburg folgende Forderungen, die in das Konzept eines Medienführerscheins einfließen müssen:

1. Schule braucht die außerschulische Expertise!
Bei der Vermittlung von Medienkompetenz müssen sich schulische und außerschulische Expertise abstimmen, ergänzen und miteinander verzahnen. Schon jetzt bedienen die Mitglieder des Mediennetzes Hamburg eine Nachfrage aus den Hamburger Schulen nach kompetenter Medienbildung. Das muss ausgebaut werden. Die zum Ausbau und Koordinierung der Angebote erforderlichen Mittel müssen von der Schulbehörde bereitgestellt werden.

2. Nur Medienpraxis verschafft einen umfassenden Blick auf Medien

Medienbildung in Hamburg muss dem Leitgedanken folgen, dass die praktische Medienproduktion von Kindern und Jugendlichen im Vordergrund steht. Diese Methode hat sich über Jahre als die Beste herausgestellt, wenn es darum geht, Einsichten zur Funktions- und Wirkungsweise von Medien zu vermitteln.

3. Kein Medium ist wichtiger als das andere, sie bedingen sich!
Medienkompetenz in Bezug auf das Internet ist wichtig und muss dringend gestärkt werden. Eine Beschränkung auf das Internet wäre aber falsch. Es müssen weiterhin und verstärkt Medien wie Print, Hörfunk, Film und Fernsehen Berücksichtigung finden, da diese Grundkompetenzen der im Internet verbreiteten Inhalte einschließen und im Alltag und als Teil unserer Medienkultur immer noch eine große Bedeutung zukommen.

4. Hamburg braucht regionale Medienzentren!
Modellprojekte reichen nicht mehr, Heranwachsende brauchen eine praktische und theoretisch fundierte Medienbildung. Hierzu braucht es in den Hamburger Bezirken und Stadtteilen klare Ansprechpartner mit Angeboten vor allem für Schulen die finanziert sind.

5. Medienbildung in Hamburg muss besser koordiniert werden!
Das Mediennetz unterstützt die Idee einer Koordinationsstelle. Diese stellt u.a. Kooperationen zwischen Anbietern her, ermöglicht die Teilnahme von Einrichtungen der Medienbildung an den regionalen Schulkonferenzen und verzahnt die Bemühungen und Projekte der schulischen und außerschulischen Medienbildung. Das Mediennetz könnte diese Koordinierungsaufgabe übernehmen. Die Finanzierung sollte über die MA HSH gesichert sein.

Dokument
Forderung nach guter Medienkompetenzförderung

Adressen

  • Logo Mediennetz Hamburg e.V.

    Mediennetz Hamburg e.V.

    Zusammenschluss von Einrichtungen und Personen der Medienbildung und Medien-Nachwuchsförderung in Hamburg mehr