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Filmstills 24 Grains © HfbK

HfbK-Studierende über die Arbeit mit 16mm-Film

Am 3. Februar 2018 stellen Filmstudierende der Hochschule für bildende Künste (HfbK) ihre 16mm-Filme aus dem ersten Studienjahr vor. Das Mediennetz Hamburg hat mit ihnen über die Besonderheiten und Herausforderungen der Arbeit mit 16mm gesprochen. Aufgabe ist es, mit nur einer Rolle 16mm s/w Film einen Film zu drehen. 

Mediennetz Hamburg: Stellt euch doch einmal kurz vor, wer seid ihr und was macht ihr?
Wir sind 24 Filmstudent*innen, welche seid 2016 gemeinsam angefangen haben, an der HfBK Hamburg Film zu studieren oder bereits an der HfBK studiert haben und kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Kunst und des Films. Einige von uns haben bereits vor dem Studium viele Erfahrungen mit dem Film als Medium gesammelt, andere kommen vom Schauspiel und Theater, und wieder andere hatten wenig Erfahrung oder kommen aus einem ganz anderen Bereich. Wir sind eine internationale, heterogene Gruppe von Filmschaffenden, die sich an der HfBK kennengelernt haben.

Anfang Februar zeigt ihr zusammen bei einem Screening im Metropolis Kino 16mm-Filme. Erzählt uns doch etwas zum Hintergrund, in welchem Rahmen sind die Filme entstanden?
Viele der Filme sind in unserem ersten Studienjahr, unter der Leitung unserer Einführungs-Professorin Prof. Katharina Pethke entstanden, welche die Idee zu dieser Erstjahres-Projekt-Übung zu Beginn ihrer Professur an der HfBK eingeführt hat. Aufgabe ist es, mit nur einer Rolle 16mm s/w Film einen Film zu drehen. 

Was ist die besondere Herausforderung bei 16-mm? Wie sehen die Dreharbeiten damit konkret aus?
Spannend war es natürlich für fast alle von uns, das erste Mal auf 16mm zu drehen. Das heißt natürlich auch, das erste Mal mit einer 16mm Kamera zu drehen. Da wir alle bisher meistens digital gedreht haben, war es natürlich in vielerlei Hinsicht eine große Herausforderung für uns, mit den gegebenen Vorgaben unsere Idee umzusetzen. Das limitierte Material, welches knapp 10 Minuten Film ergibt, und die Vorgaben auf On-Dialog, Dolly-und Kranfahrten sowie Musik zu verzichten, erschwert einerseits den Dreh, andererseits reduziert es oftmals aber auch die eigene Arbeitsweise und das Denken auf das Wesentliche. Es ist nicht möglich, mal eben eine Einstellung „auszuprobieren". Alles muss beim ersten Mal klappen und wenn das nicht der Fall war, mussten wir schauen, wie wir das verbleibende Material einsetzen. 

Viele von uns haben dabei klassisch szenisch gearbeitet, andere haben aber auch experimentiert oder dokumentarisch gearbeitet. Einige von uns hatten reibungslose Drehs, andere hatten um ihr Material gezittert. Definitiv war die Limitierung auch ein Ansporn.

Wie setzen sich die Filmteams zusammen?
Die meisten aus unserer Klasse haben sich schnell in Teams zusammen gefunden. Viele haben aber auch alleine oder in kleinen Teams gearbeitet. Im ersten Jahr an der HfBK wurde schnell klar, wer sich auf welchem Gebiet auskennt und spätestens nach den Kamera- und Ton-Einführungskursen wussten die meisten, mit wem sie zusammen arbeiten wollten. Aber auch über die Klasse und sogar die Hochschule hinaus ist es jedem freigestellt gewesen, mit anderen Leuten zu arbeiten. Generell denken wir, dass das Studium vor allem wichtig ist, Kommiliton*innen zu finden, mit denen das Realisieren von Projekten sowie der Austausch auch noch nach dem Studium möglich ist.

Wie wichtig ist eine öffentliche Präsentation eurer Filme für euch? 
Uns war schon relativ früh klar, dass wir eine öffentlich Präsentation der Filme organisieren wollen, um den vielen helfenden Händen, den teilweise unbezahlten Schauspieler*innen, Verleihern und Unterstützer*innen, aber auch Freunden, Familie und Kommiliton*innen unsere Filme auf großer Leinwand zu zeigen. Bei dem Screenig am 03.02.18 im Metropolis Kino ist es uns aber auch besonders wichtig, uns der Öffentlichkeit als Kollektiv verschiedenster Filmemacher*innen zu präsentieren.

Was erwartet die Zuschauer an Filmen, Herangehensweisen, Techniken?
Am Ende spiegeln die 24 Kurzfilme 24 Auseinandersetzungen mit 16mm Material wieder und sind geprägt von einem weiten Spektrum von Techniken und künstlerischen Herangehensweisen. 

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg bei der Präsentation!

Die Vorstellung von "24 Grains - 24 Kurzfilme" findet am 03.02.2018 von 15.30 bis 21.00 Uhr im Metropolis Kino statt.

 

 

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