Radiofüchse im Interview mit Isabell Abedi

Zu Besuch bei den Radiofüchsen

Fuchsige Nachwuchsreporter machen Radio.

Alle zwei Monate baumeln während der Livesendung der Radiofüchse Füße von den gepolsterten Drehstühlen im Studio des Freien Radios FSK 93.0, denn keiner der Moderatoren ist größer als 1,40 m.

Vor Aufregung noch schnell aufs Klo, ein energisches „scht“ und die Radiofüchse sind auf Sendung.
Reihum stellen sich ein Moderator und sieben Moderatorinnen vor. Dorkas, 10 Jahre, ist neu bei den Radiofüchsen und darf den ersten Song der einstündigen Sendung ankündigen. Strahlend verkündet sie: „Und nun ´Round and Round` von US 5“. Sobald die ersten Töne im Studio erklingen und das rote Lämpchen erlischt, ist Dorkas erleichtert, denn so schwer war es gar nicht.

Zum Programm der Radiofüchse gehören neben poppiger Musik eigens produzierte Reportagen und Interviews, die in wöchentlichen Treffen geplant und organisiert werden. Dabei verschlug es die Crew schon in den Vorführraum der Zeisekinos und das RTL Nord-Studio. Alles in Begleitung der freiberuflichen Medienpädagogin Andrea Sievers sowie der Erzieherin Kestin Riechert, die während der Sendung auch mal daran erinnern, dass on-air nicht gekichert werden sollte. Genauso oft lachen die beiden jedoch auch selbst mit den Radiofüchsen sobald sich ein lustiger Versprecher eingeschlichen hat.
Die Jungen und Mädchen im Alter von 9 – 12 Jahren kommen in erster Linie aus dem Einzugsgebiet von Kinderglück e.V. im Hamburger Stadtteil St. Pauli Nord. Da die Redaktion jederzeit offen für neue Kinder ist, wechseln die Reporter der interkulturellen Kinderradioredaktion auch mal. Zur Zeit jedoch besteht das Team aus acht Mitgliedern. Seit Sommer 2006 gibt es das von der Medienanstalt Hamburg Schleswig Holstein geförderte Projekt.

Auf diesen Namen sind sie auch stolz, die fuchsigen Nachwuchsreporter. Ein wenig Aufregung jedoch bleibt, insbesondere wenn komplizierte Begriffe wie „Ablaufkoordinator“ in eine Ansage eingebaut werden sollen. Doch irgendwie klappt es alles doch immer und nach der Sendung beteuert Toni, der nun schon seit zwei Jahren dabei ist, „Nervös? Bin ich nie.“.

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