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Mobile Movie Lehrerfortbildung 2010

Wenn Lehrer Handyfilme drehen

Die Fortbildung des LI zeigt Lehrern, wie aktive Filmarbeit mit dem Handy im Unterricht umgesetzt werden kann

Am Gymnasium Buckhorn dreht sich heute alles um das Filmen mit Handy- und Smartphonekameras. In der Regel haben Handys an Schulen und im Unterricht eher wenig zu suchen. Aber bei der heutigen schulinternen Fortbildung vom Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg (LI) sollen die Lehrer lernen, wie sie mit der Handykamera den Unterricht konstruktiv gestalten können. Christina Kleinow und Klaus Küchmeister vom LI vermitteln den Lehrern den Mehrwert vom Filmen mit dem Handy im Unterricht.

Nach der theoretischen Einführung geht es in die Praxis. Die Lehrkräfte müssen nun alle Stationen der Filmarbeit, von der Idee bis zum fertig bearbeiteten Kurzfilm, selbst durchlaufen, um später den Schülern Hilfestellung bei auftretenden Problemen geben zu können. In Kleingruppen, sortiert nach Fachrichtungen, sollen die ersten Filmsequenzen durch das Filmen mit dem eigenen digitalen Endgerät, also Handy oder Smartphone, entstehen. Dazu entscheiden sich die Gruppen vorher noch für ein zum jeweiligen Fach passendes Motiv und Szenario.

Explosive Mischung beim Filmdreh

Die Deutschlehrer nehmen sich beispielsweise das herbstliche Laub als Motiv vor, um damit das lyrische Werk "Ein verwehtes Blatt" zu symbolisieren. Bei den Chemikern geht es um die chemische Reaktion von Spülmittel, Farbstoff und Elefantenzahnpasta, die zu einer rosafarbenen Schaumausbreitung führt. Und die Biologen wählen die aufschlagenden Regentropfen auf dem Schulteich als passendes Szenario.

Zwei Wochen später folgt die Postproduktion der Videos mit dem Windows Movie Maker. Die Lehrkräfte lernen mit dem digitalen Schnittprogramm ihre Videos zu verfeinern und einen richtigen kleinen Film daraus zu erstellen. Dabei stoßen sie auch auf einige Probleme: mal hapert es an der Konvertierung der Videodateien für die Vorführung der Ergebnisse, mal wurde ein Video ohne Ton aufgenommen. Aber gerade für solche Fragen und Probleme sind sie Lehrerfortbildungen des LIs gedacht. Lehrkräfte, die sich noch nicht mit allen neuen Medien auskennen, weil sie es nicht im Studium hatten oder einer älteren Generation angehören, solllen sich ohne Scheu informieren und ausprobieren. So können auch sie zukünftig die neuen Medien, wie die Handykamera, in den Unterricht mit einfließen lassen.

(Bella Gurevich)

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