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play13 - Tag 3 und Abschluss

Berufe in der Gamesbranche, ein Kino aus und mit Computerspielen und eine Party am Abend beenden den letzten Tag der play13

Wie arbeitet man eigentlich in einer der vielen Gamesfirmen in Hamburg? Und welche Berufe gibt es eigentlich in der Gamesszene? Diese Fragen wurden am dritten und letzten Tag des Festivals zum kreativen Computerspielen #play13 beantwortet.

An diesem Tag war auch im Emporio einiges los. Im 8. Stock des Neubaus haben sich Interessierte zusammengefunden, um im Open Space "Games im Beruf" die Jobchancen im Bereich Computerspiele und Technik kennenzulernen. Lukasz Soltysiak von Faszination Technik hat das Geschehen koordiniert: "In unserem Open Space 'Games als Beruf' wollen wir Jugendliche für Berufe mit technischem Hintergrund begeistern. Sie können sich hier Stationen aussuchen, die sie besonders interessieren, Fragen stellen und Kontakte knüpfen".

Die Stationen bestanden aus unterschiedlichen Unternehmen. Neben Start-Up- Unternehmen wie AudioguideMe oder Splash Games stellten auch Fishlabs sowie Pop Rocket Games ihr Angebot vor und erzählten von ihrem Arbeitsalltag. Auch die Agentur für Arbeit und Vertreter der Hochschule standen Rede und Antwort. Die Veranstaltung wurde mit großem Interesse und Begeisterung von den Besuchern angenommen. Es wurde rege diskutiert, Ideen ausgetauscht und Tipps gegeben.

Auch bei den Betriebsrundfahrten ging es um die unterschiedliche Unternehmen aus der Games-Branche und der Arbeit dort. Am Freitag ging die Fahrt für die fast 20 Teilnehmer zu Bytro Labs und Deadalic. Die Teilnehmer des Rundgangs waren zum einen Schüler und Studenten, die Einblicke in die Gamesbranche bekommen wollten oder zum anderen Leute, die schon in der Gamesbranche sarbeiten, aber sich gerne andere Betriebe angucken wollten.

Die beiden Games-Unternehmen haben Einblick in das Arbeitsumfeld und den Werdegang der Mitarbeiter geboten. Bytrolabs als relativ kleines Studio wurde im Kontrast der größeren Firma Daedalic Entertainment vorgestellt. Verschiedene Mitarbeiter haben dort von ihrer Arbeit und erzählt, wie sie in die Gamesbranche gekommen sind und was ihnen daran gefällt. Interessiert nutzten die Rundgangsteilnehmer die Gelegenheit und fragten nach Praktikumsstellen. Außerdem gab es bei Deadalic für die Besucher noch Einblicke in ein noch nicht veröffentliches Spiel, außerdem konnten die Gäste die Artist-Arbeiten angucken.

Um 14 Uhr fand im Metropolis an jedem Festivaltag das Mittagskino statt. Die play13-Besucher konnten Filme aus, mit und rund um Computerspiele(n) anschauen. Die Filmauswahl war eine bunte Mischung aus Schülerprojekten und professionellen Machinima-Filmen. So gab es Filme zu sehen, in denen Schüler auf den Schulfluren Mario Cart nachgedreht haben oder auch im Computerspiel "Die Sims 3" gedrehte Filme. Hier hatten die Schüler die Figuren nach einem selbst geschriebenen Drehbuch agieren lassen, die Szenen gefilmt, geschnitten und selbst vertont - wie auch in den Machinima-Workshops ein paar Meter weiter beim Computerspielentwickler Bigpoint. Das Programm im Metropolis war abwechslungsreich und führte durch die verschiedenen Genres von Liebe bis Horror.

Ein wenig später um 17 Uhr im Opernloft, das mit 50 Gästen voll besucht war. Das Thema des Talks: "Computerspiele und Medienbildung". Lehrerin Heinke Harmel war eine der Talkgäste, sie sprach über Games an der Schule: "Als Lehrer geht man teilweise schon einen Kontrollverlust ein, wenn man sich mit Games im Unterricht befasst - bei denen sich Schüler eventuell besser auskennen könnten. Das kommt tatsächlich auch mal vor und dann kann man die Situation nur steuern, indem man das Umfeld so gestaltet, dass man weiterhin die Kontrolle behält. Wenn man nicht auf das Interesse der Schüler bezüglich Internet, Games, Medien allgemein, eingeht, verliert man die Schüler. Dann werden zwei Parallelwelten entstehen: Schule ist doof und langweilig, da braucht man nicht hingehen, wenn man zuhause viel coolere Sachen am Computer machen kann".

Ebenfalls zu Gast im Opernloft-Talk war Prof. Dr. Martin Geisler von der Fachhochschule Erfurt, er sprach über die Ausbildung von Pädagogen: "In der Ausbildung von Sozialpädagogen ist es nach wie vor so, dass diese genervt von Internet und neuen Medien sind. Das ist schade, da muss ich sagen, orientiert euch an der Lebenswelt der Jugendlichen".

Am Abend fand dann die große play13-Abschlussparty zusammen mit Gamecity:Hamburg im Hühnerposten statt - Ergebnisse aus den Workshops wurden präsentiert. Zu späterer Stunde stand auch die Band "Fuck Art - Let's Dance" auf der Bühne und brachte die play13-Besucher, MitarbeiterInnen und Leute aus der Games-Szene zum Tanzen.

Drei Tage play13 sind damit zu Ende gegangen, drei Tage voller Games, Impressionen aus der Games-Branche und vielen verschiedenen Menschen rund um die Games-Szene.

Fotografische Eindrücke finden sich auf flickr: www.flickr.com/photos/creativegaming

Mehr zu Tag 1 der play13: mediennetz-hamburg.de/Tag1

Mehr zu Tag 2 der play13: mediennetz-hamburg.de/Tag2

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