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Lina Paulsen spricht auf der Bühne, im Hintergrund die große Mo&Firese Torte © Andreas Hedrich

Bühne frei für den Kinderkurzfilm!

Vom 02. bis zum 10. Juni 2013 zeigt das 15. Mo&Friese ein buntgemischtes Kurzfilmprogramm aus 68 Filmen in verschiedenen Kinos Hamburgs

Ins 3001 Kino, ins B-Movie, ins Bürgerhaus Eidelstedt, in den Filmraum des Gymnasium Ohmoor, ins LOLA Kulturzentrum, in die RIALTO Lichtspiele und in die Zeise Kinos sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene eingeladen, Kurzfilme aus aller Welt zu bewundern. Die Filme, die bei Mo&Friese gezeigt werden, sind extra für Kinder und Jugendliche gemacht. Laut Lina Paulsen, Festivalleitung bei Mo&Friese, ist diese Kombination von Kurzfilm und Kindern als Festival in Deutschland einzigartig.

Neben Animations- und Spielfilmen soll dabei auch besonders das Interesse für Dokumentar- und Experimentalfilme geweckt werden. "Das Besondere an Mo&Friese ist, dass wir Filme zeigen, die die Kinder sonst nie sehen können. Für Kinderkurzfilme gibt es kaum Sendeplätze im Fernsehen. Das sind Filme, bei denen wir uns meistens an einer Mischkalkulation versuchen. Diese besteht aus Sachen, von denen wir wollen, dass sie sie sehen, weil wir glauben, dass sie pädagogisch wertvoll sind, aber vor allem auch aus Sachen, von denen wir glauben, das ist was, was sie im Fernsehen nicht sehen. Wir wollen sie mit anderen visuellen Konzepten und Themen konfrontieren, aber gleichzeitig natürlich auch nicht nur fordern, sie sollen ja auch eine gute Zeit haben", sagt uns Lina Paulsen.

Die Filme werden immer live im Kino synchronisiert, was in diesem Jahr aber neu ist, ist eine Veranstaltung für blinde und sehbehinderte Kinder. Am Donnerstag 6. Juni 2013 um 16 Uhr gibt es in den Zeise Kinos einen Filmblock zu sehen, bei dem die Audiodeskription gleich über den Lautsprecher kommt, was auch für andere Zuschauer eine neue Bilderfahrung sein kann.

Ein Kinderfilmprogramm, was aber besonders auch für Erwachsene interessant ist, läuft am gleichen Abend um 21.45 Uhr im Late Night-Programm im 3001.

Am 9. Juni 2013 werden zum krönenden Abschluss des Festivals die begehrten Preise verliehen. Um 14 Uhr übergeben die Mo- und die Friese Jury den Filmemachern ihre Trophäen in den Zeise Kinos. Darunter auch der „Gib-mir-fünf-Preis“ für Filmemacher unter 14 Jahren. Dieses Jahr hat sich die Zahl der Einreichungen für den Wettbewerb verdoppelt.

Ohne Kinderhände und –köpfe funktioniert das aber alles nicht. Die Jurys bestehen auch aus Kindern und sind zuvor viele Nachmittage zusammen gekommen, um sich Filme anzusehen und Gewinner auszuwählen. Leicht ist das nicht, aber die Jury war sich trotzdem meistens einig, wie uns Lauren (12) aus der Mo-Jury verrät. „Die Gewinner finden wir meistens alle toll, aber es gibt auch Filme, die finden einige total toll und andere nicht so.“ Unter den Mitgliedern der Kinder-Jurys sind schon einige „Film-Profis“ dabei. Paula (10) hat selber schon in mehreren Kurzfilmen mitgespielt und Fleur (10) besucht das Mo&Friese-Festival schon seitdem sie drei Jahre alt ist. Für andere ist der Kurzfilm noch völlig neu. „Ich wusste gar nicht, dass man so viel in einen Kurzfilm stecken kann!“, staunt Klara (11).

Neben der Jury-Arbeit gibt es noch andere Möglichkeiten, während des Festivals aktiv zu werden. In festivalbegleitenden Workshops kann das Drehen eines eigenen Kurzfilms gelernt werden. Die entstandenen Filme werden auch am Sonntag, den 9. Juni 2013, in den Zeise Kinos präsentiert. Dann wird der letzte Filmhunger gestillt und eine aufregende Festivalwoche neigt sich dem Ende.




Die Gewinner stehen fest!

Der Friese-Preis geht dieses Jahr erneut nach Australien. Die Jury entschied sich für den Film "Das Bernsteinamulett" ("The Amber Amulet") von Matthew Moore (Australien 2013).

Die Mo-Jury hat den Film "Mateso" von Collective Camera etc. (Belgien 2012) ausgezeichnet.

Die Mo-Jury spricht dem Film "Köder" ("Esca Viva") von Susanna Nicchiarelli (Italien 2012) eine lobende Erwähnung aus.

Bereits zum 8. Mal wurde auch ein Preis für von Kindern und Jugendlichen selbst gedrehte Filme vergeben. Der GIB MIR FÜNF!-Wettbewerb stand beim diesjährigen Festival unter dem Motto "Mut tut gut".

Platz 1: Netze (Dokumentarfilm von Margareta Kosmol)

Platz 2: Echappé (Kurzspielfilm von Moritz Musa und Nick Hempel)

Platz 3: Vernen (Animationsfilm von Lukas, Charlotte und Anton Klung sowie Eric Robbin)

Adressen

  • Kurzfilm agentur logo

    KurzFilmAgentur Hamburg e.V.

    Der Verein KurzFilmAgentur Hamburg tritt seit 1992 mit einem breiten Angebot an: vom KurzFilmVerleih und KurzFilmVertieb über ein KurzFilmFestival und eine KurzFilmSchule bis hin zu einem KurzFilmArchiv und einem KurzFilmShop. mehr